„Wir wollen dem Menschen helfen, ihn in einen Zustand zu bringen, in dem die Schwerkraft nicht sein Feind ist. Wir wollen, dass die Schwerkraft den Menschen unterstützt und als nährende Kraft wirkt.“
Strukturelle Integration
Strukturelle Integration
Strukturelle Integration, auch bekannt als Rolfing, ist eine ganzheitliche Körperarbeit. Ziel ist eine bessere Ausrichtung innerhalb der Schwerkraft.
Durch gezielte Arbeit am Bindegewebe richtet sich der Körper systematisch auf und findet ins Gleichgewicht. Eine gelöste, aufrechte Haltung und eine tiefe, freie Atmung werden möglich. Bewegungen werden leichter, flüssiger und energieeffizienter.
Unfälle, Traumata und dauerhafte Fehlhaltungen prägen unsere Körperstruktur bis heute. Mit der Strukturellen Integration lösen wir diese alten Muster: Schritt für Schritt werden Kompensationen sichtbar gemacht und nachhaltig verändert – der Körper bewegt sich wieder freier und mühelos.
Strukturelle Integration kombiniert in ihrem Vorgehen drei wesentlich Aspekte des menschlichen Körpers:
Arbeit mit der Struktur: Manuelle Arbeit an der Struktur des Körpers, in erster Linie an den Bindegewebsstrukturen, am sogenannten Fasziennetz des Körpers
Arbeit mit der Funktion: Arbeit mit der Funktion des Körpers durch interaktive Bewegungsschulung
Wahrnehmungsschulung: in Bezug auf Bewegung und psychologische Prozesse
Um die Integration in die Schwerkraft im ganzen Körper auszugleichen, wird mit einer Grundsequenz von rund zehn Sitzungen gearbeitet. Ziel ist es, die Beziehung der einzelnen Körpersegmente zueinander zu verändern sowie vorhandene Bewegungsmuster bewusst zu machen und zu verbessern, was ein müheloses Bewegen und Stehen ermöglicht.
In der Bewegungsschulung achte ich vor allem auf die Integration in den Alltag, da dies die grösste und nachhaltigste Veränderung auslöst. Die Übungen setzen vor allem bei der Wahrnehmung an: So integrieren sich die Veränderungen dauerhaft, und die neue Bewegungsmöglichkeit wird zur neuen Gewohnheit.
faszinierende Faszien
faszinierende Faszien
Faszien sind die weichen Bestandteile des Bindegewebes, die den Körper als durchgängiges Netz umhüllen und durchziehen.
Dank zahlreicher Rezeptoren und Nervenenden können Muskeln und Faszien auch als «Sinnesorgane» gelten: Sie informieren uns über Bewegungsabläufe und Körperhaltung.
Funktionsstörungen der Faszien können zu lokalen Verhärtungen und Bewegungseinschränkungen führen und Schmerzen verursachen, auch in entfernten Bereichen. So ist etwa die Kniegelenkskapsel nicht nur mit den anliegenden Bändern verbunden, sondern auch mit weiter entfernten Strukturen wie dem Gesässmuskel (Gluteus maximus) und dessen Faszien.
Mögliche Ursachen für Veränderungen im Fasziengewebe sind Überlastung, bestimmte Bewegungs- oder Spannungsreize, Alterungsprozesse, Medikamente, Entzündungen oder Verletzungen.
Arbeiten mit den Faszien und Bindegewebe
Strukturelle Integration nützt und unterstützt mit ihren vielfältigen Berührungsqualitäten die Formbarkeit und Gleitfähigkeit der Faszien. Sie kann mit gezielten Berührungen das Spannungsverhältnis im faszialen Netz ausgleichen.
Das Gewebe wird rehydriert, Verklebungen einzelner Faszienschichten lösen sich. So kann sich unser Körper wieder müheloser und damit schmerzfreier in der Schwerkraft aufrichten.